Kindersitz Test (01/2017)

Die 6 beliebtesten Kindersitze im Vergleich

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Preis
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Testergebnis1,3sehr gut1,7gut1,7gut2,0gut2,7befriedigend2,7befriedigend
Kundenbewertung
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300 Bewertungen
NormgruppeI, II, IIII, II, IIIII, IIIII, IIII, II, IIII, II, III
Max. Körpergewicht9 - 36 kg9 - 36 kg15 - 36 kg15 - 36 kg9 - 36 kg9 - 36 kg
HaltevorrichtungSicherheitskissen-System5 Punkte SicherheitsgurtAutogurtAutogurt5 Punkte Sicherheitsgurt5 Punkte Sicherheitsgurt
BefestigungsartIsofixAutogurtIsofixAutogurtAutogurtAutogurt
Bezug waschbar
Fazit
  • Bestnoten in Crashtests
  • Liegefunktion
  • Relativ sperrig
  • Vielseitig verstellbar
  • Schlaf-Kipp-Funktion
  • Etwas umständlicher Einbau
  • Gute Verarbeitung
  • Vielseitig verstellbar
  • Keine Liegeposition
  • Leicht und kompakt
  • Einfache Handhabung
  • Ruheposition schwer einstellbar
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Schneller Einbau
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Sehr enges Gurtsystem
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1,3sehr gut
  • Bestnoten in Crashtests
  • Liegefunktion
  • Relativ sperrig
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1,7gut
  • Vielseitig verstellbar
  • Schlaf-Kipp-Funktion
  • Etwas umständlicher Einbau
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1,7gut
  • Gute Verarbeitung
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  • Keine Liegeposition
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2,0gut
  • Leicht und kompakt
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  • Ruheposition schwer einstellbar
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2,7befriedigend
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
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Sicher unterwegs: Kindersitze im Test

Wer schon einmal ein Kind bekommen hat, weiß, vor welchen Herausforderungen junge Eltern stehen. Das ganze Leben ändert sich plötzlich. Nicht nur, dass plötzlich ein kleines Lebewesen versorgt werden muss. Es sind auch zahlreiche neue Anschaffungen notwendig, die wichtig für das Leben mit einem kleinen Kind sind. Die Einrichtung für das Kinderzimmer muss angeschafft werden, Kinderbett, Kleiderschrank und Wickeltisch gehören mindestens dazu. Die meisten jungen Eltern sind zudem mobil und verfügen über ein Auto. In diesem Fall wird auch die Anschaffung eines Kindersitzes notwendig, um im Auto die Sicherheit des Kindes zu garantieren, vor allem, wenn es im schlimmsten Falle zu einem Unfall kommt. Der erste Kindersitz wird idealerweise vor der Geburt des Kindes angeschafft, um für die Fahrt vom Krankenhaus nach daheim gerüstet zu sein. Und heute einen Kindersitz zu kaufen ist theoretisch keine Herausforderung, denn diese werden in einer hohen Vielzahl angeboten. Doch genau diese Vielzahl, die langen Reihen der vielen Kindersitze in den Regalen der Fachgeschäfte beinahe erschlagen. Verständlich, denn die Kindersitze unterscheiden sich in vielen Punkten. Diese sollten beim Kauf unbedingt bedacht werden. Denn Sicherheit geht schließlich vor. Vor allem bei Kindern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kindersitze bewahren bei Unfällen die körperliche Unversehrtheit von Kindern
  • Je nach Alter und Größe des Kindes werden unterschiedliche Sitzformen benötigt
  • Bei der Verwendung einiger Kindersitze ist je nach Sitzposition darauf zu achten, den Airbag auszuschalten

Was sind Kindersitze und wie funktionieren sie?

Im formalen Deutsch gesprochen, ist ein Kindersitz eine Rückhalteeinrichtung, die speziell auf die Anforderungen angepasst ist, die an den Transport von Kindern gestellt werden. Kindersitze für Automobile wurden nicht zeitgleich mit den Autos entwickelt, sondern erst viel später. Der weltweit erste Kindersitz wurde erst 1963 auf den Markt gebracht und zwar von dem deutschen Unternehmen „Storchenmühle“. Seit dem Modell „Nicki“ hat sich bezüglich der Kindersitze einiges getan. Zunächst war die Nutzung eines Kindersitzes freiwillig, es sollte noch 30 Jahre dauern, bis es gesetzlich vorgeschrieben wurde, einen solchen Sitz zu verwenden. Seit dem 01. April 1993 ist die Nutzung der Kindersitze in Kraftfahrzeugen für Kinder vorgeschrieben, die das zwölfte Lebensjahr nicht vollendet haben sowie für Kinder, deren Körpergröße geringer als 150 cm ist.

Vorteile von Kindersitzen Nachteile von Kindersitzen
  • Kindersitze schützen die Kinder zuverlässig vor Verletzungen
  • Kindersitze sind für Kinder bis zu 12 Jahren geeignet
  • Babyschalen sind einfach zu transportieren und können mit Kinderwagen kombiniert werden
  • Die Kindersitze können in der Regel mit wenigen Handgriffen ein- und umgebaut werden
  • Universal-Kindersitze passen in jedes Auto
  • Kindersitze mit ISOFIX-System sind besonders sicher
  • Dank der Kopfstützen sind Kinder auch sicher, wenn sie im Auto schlafen
  • Je nach Alter und Gewicht des Kindes müssen die Kindersitze neu nachgekauft werden
  • Bei Fahrten mit mehreren Autos ist man weniger flexibel, da immer ein Kindersitz mitgeführt werden muss

Doch Rückhalteeinrichtung ist nicht gleich Rückhalteeinrichtung. Angefangen hat alles mit einer klassischen Sitzerhöhung, auf denen die Kinder saßen und mit den normalen Sitzgurten für Erwachsene gesichert wurden. Diese Sitzerhöhungen wurden allerdings schon länger als unsicher eingestuft und werden heute in der Regel nicht mehr genutzt. Heutige Kindersitze verfügen über eigene Gurte, mit denen die Kinder angeschnallt werden. Allerdings müssen die Kindersitze je nach Größe des Kindes und Lebensalter erneuert werden. Dabei gibt es einiges zu beachten, da sich die Formen der Kindersitze stark unterscheiden.

Kindersitze im Vergleich
Für eine möglichst sichere Autofahrt ist der Kindersitz unabdingbar

Welche Arten von Kindersitzen gibt es?

Kindersitze können grob in vier verschiedene Kategorien eingeteilt werden, in Babyschalen beziehungsweise –wannen, Reboard-Systeme, in denen die Kinder mit dem Blick in Fahrtrichtung gesichert werden und die bereits erwähnten Sitzerhöhungen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Kindersitzen sind beträchtlich.

Babyschalen

Die Babyschalen sind Kindersitze, in denen die Jüngsten transportiert werden. Diese Babyschalen bestehen aus zwei beziehungsweise drei verschiedenen Teilen. Das Gestell für die Babyschale wird im Auto befestigt, die eigentliche Schale, in der sich das Baby befindet, wird in das Gestell eingeklinkt. Diese Babyschalen sind für Kinder geeignet, die bis zu 18 Monaten alt sind oder maximal 13 Kilogramm wiegen. Sie zählen zur Gruppe 0 beziehungsweise 0+. In den Kinderschalen werden die Kleinen rückwärts transportiert, was sicherer ist, da die Kinder im Falle eines Unfalls mit dem ganzen Körper durch die Lehne des Sitzes abgebremst und in die weichen Kissen gezogen werden.

Reboard-Systeme

Reboard-Systeme sind für ältere Kinder. Sie zählen zu den Gruppen eins bis drei. Je nach Gruppe sind diese Reboard-Systeme für unterschiedliche Altersgruppen und Gewichtsklassen geeignet. Die Gruppe eins ist für Kinder im Alter von neun Monaten bis 3,5 Jahren und für die Gewichtsklasse neun bis 18 Kilogramm. Kindersitze der Gruppe zwei/drei sind für Kinder im Alter von vier bis 12 Jahren und mit einem Gewicht zwischen 15 und 36 Kilogramm. Die Sitze der Gruppe ein/zwei/drei sind für Kinder im Alter von neun Monaten bis 12 Jahren und mit einem Gewicht von neun bis 36 Kilogramm. Der ARD Ratgeber hat im einem Vergleichstest mehrere Reboard Kindersitze auf die Probe gestellt.

Sitzerhöhungen

Bei größeren Kindern reichen einfache Sitzerhöhungen aus. Diese dienen dazu, den Körper des Kindes in eine erhöhte Position zu bringen, damit sie mit den im Auto befindlichen Dreipunktgurten angeschnallt werden können, ohne dass sich dieser an empfindlichen Stellen des Körpers befindet. Allerdings sollte auf die Verwendung älterer Sitzerhöhung verzichtet werden, da diese über keine Haken für die Gurte verfügen, wodurch der Beckengurt hochrutschen kann, was im Falle eines Unfalls schwere Bauchverletzungen verursacht. Neuere Modelle der Sitzerhöhungen verfügen in der Regel hingegen über ausgeprägte Gurthaken, welche den Gurt an der richtigen Position halten. Noch optimaler sind Sitzerhöhungen, die über eine Rücken- und Kopfstütze verfügen, da diese das Kind in der richtigen Position halten, wenn es eingeschlafen ist. Die Kopfstützen verhindern, dass der Kopf des Kindes an der Tür aufliegt und es bei einem Unfall möglicherweise Schäden durch den aktivierten Seitenairbag davonträgt.

Die Kaufkriterien für Kindersitze: Darauf sollte geachtet werden

Wer die Unterschiede der Kindersitze kennt, hat bereits die ersten Anhaltspunkte, auf was es beim Kauf eines solchen Sitzes zu achten gibt. Doch es gibt weit mehr Kriterien, die beim Kauf eines Kindersitzes beachtet werden sollten als nur die Unterschiede und die Klassifizierungen der Sitze. Das wissen alle Eltern, die schon einmal mit Kindern verreist sind. Und dies betrifft weit mehr als die Hochwertigkeit der Verarbeitung.

Die Art der Befestigung

Vor dem Kauf eines Kindersitzes sollte man sich die Betriebsanleitung des Fahrzeuges ansehen, in welchem der Kindersitz eingesetzt werden soll. Die meisten modernen Fahrzeuge verfügen über eine ISOFIX-Befestigung. In diesem Fall sollte auch zu den Kindersitzen gegriffen werden, welche damit kompatibel sind, auch wenn sie etwas teurer sein können. Denn die ISOFIX-Systeme sind fest mit der Karosserie des Fahrzeuges verbunden und daher sicherer als Autogurtbefestigungen. Allerdings gelten diese auch als sicher genug, so dass Kindersitze bedenkenlos in älteren Modellen mit den Gurten des Fahrzeugs befestigt werden können. Soll der Kindersitz in mehreren Fahrzeugen eingesetzt werden, sollte dies natürlich auch bei der Wahl der passenden Befestigung des Kindersitzes bedacht werden.

Die Art der Haltevorrichtung

Doch nicht nur die Art der Befestigung ist wichtig, sondern natürlich auch die Haltevorrichtung, welche die Kinder zuverlässig im Sitz halten soll. Babyschalen werden in der Regel mit Fünf-Punkt-Gurten ausgestattet. Die Gurte übernehmen allerdings in diesem Falle wie bereits erwähnt nicht die Funktion der Haltevorrichtung, sondern die rückseitige Lehne. Kindersitze, in denen die Kinder mit Blick in Fahrtrichtung sitzen, verfügen über unterschiedliche Haltesysteme. Die meisten Kindersitze, die nach dem Reboard-System funktionieren, verfügen über ein Fünf-Punkt-Gurtsystem, das die Kinder zuverlässig im Sitz hält. Der Nachteil dieses Gurtsystems ist allerdings, dass es die Kinder im Sitz vergleichsweise stark fixiert, was vor allem bei längeren Fahrten für die Kinder unangenehm werden kann. Größere Freiheit im Sitz bietet ein starres Sicherheitskissen-System. Dieses System hält die Kinder bei einem Unfall ebenfalls zuverlässig im Sitz, während der Fahrt haben sie allerdings eine höhere Bewegungsfreiheit. Größere Kinder können in Kindersitzen transportiert werden, in welchen sie und der Sitz mit dem normalen Gurt des Fahrzeugs gesichert werden.

Der Bezug

Wer Kinder hat, weiß, dass es in deren Umgebung nicht immer aussieht, als wäre eben frisch geputzt wurden. Junge Eltern haben oftmals das Gefühl, dass sich in der Umgebung ihres kleinen Nachwuchses auf wundersame Weise Kekse oder Bonbons materialisieren, die mit Genuss gegessen werden, aber nicht immer im Mund bleiben. Das Resultat sind Krümel und klebrige Stellen auf dem Kindersitz. Während längerer Fahrten können zudem noch andere Missgeschicke geschehen, vor allem jüngere Kinder vertragen längere Fahrten oftmals nicht. Daher ist es wichtig, dass der Bezug des Kindersitzes mit wenigen Handgriffen entfernt und einfach gereinigt werden kann.

Die Größe und das Gewicht

Gerade bei einem Kleinwagen sollte unbedingt auch auf die Größe des Kindersitzes geachtet werden, damit dieser im Auto nicht zu viel Platz wegnimmt. Dies trifft auch zu, wenn mehrere Kinder in einem Auto transportiert werden sollen. Zwei Kindersitze sind in herkömmlichen PKW in der Regel problemlos zu installieren, bei drei Kindersitzen kann es jedoch bereits eng werden. Je größer der Kindersitz ist, umso umständlicher wird es auch, den Sitz aus- und einzubauen, da dieser durch die Türöffnungen von Autos bugsiert werden müssen, die enger sein können. Wenn der Kindersitz öfter aus- und eingebaut und in verschiedenen Fahrzeugen eingesetzt werden soll, stellt sich natürlich auch die Frage nach dem Gewicht. In diesem Fall wäre ein kleinerer und leichterer Kindersitz angebrachter.

Die Verstellbarkeit der Haltevorrichtungen

Dass Kinder wachsen, muss im Grunde nicht extra erwähnt werden. Doch die Größe des Kindes ist wichtig für den Haltemechanismus des Kindersitzes, denn dieser muss auf die Größe angepasst sein. Damit nicht stets ein neuer Kindersitz gekauft werden muss, wenn das Kind gewachsen ist, sollte darauf geachtet werden, dass der Haltemechanismus des Kindersitzes einfach verstellt werden kann, um diesen auf die Größe des Kindes angepasst werden kann.

Die Bequemlichkeit

Natürlich muss der Sitz auch für das Kind, das darin sitzen soll, bequem sein. Schließlich verbringt es einige Zeit in diesem Sitz. Klar, bei Säuglingen ist es wenig sinnvoll, sie in die Schale zu setzen und zu fragen, ob es bequem ist. Doch irgendwann zeigen die Kinder durch Körpersprache, ob sie sich in einem Sitz wohlfühlen oder können es direkt sagen. Schließlich besagen die gesetzlichen Vorschriften, dass Kinder entweder bis zum 12. Lebensjahr oder einer Körpergröße von 1,50 m in einem Kindersitz sitzen müssen, wenn sie im Auto mitfahren. Daher sollten die Kinder unbedingt probesitzen, wenn ein neuer Sitz gekauft werden soll.

Wo ist der Einsatz eines Kindersitzes nicht sinnvoll?

Der Einsatz eines Kindersitzes ist immer sinnvoll. Nicht nur, weil es der Gesetzgeber vorschreibt, sondern auch, weil die Kinder nur in diesen Sitzen wirklich Sicherheit genießen. Die einfache Physik, welche die meisten noch aus der Schule kennen werden, belegt dies. Bei einem Unfall mit 50 km/h werden Körper mit dem 25-fachen des eigenen Gewichtes beschleunigt. Dabei entwickelt sich eine gewaltige kinetische Energie, die beim Aufprall erhebliche Verletzungen hervorrufen kann. Diese Energie wirkt auch, wenn die Kinder mit den Gurten für Erwachsene angeschnallt werden, was ebenfalls Verletzungen verursacht. Denn die Gurte für Erwachsene liegen bei Kindern zu hoch, teilweise am Hals. Wirkt die Energie auf diese sensiblen Körperstellen, Schrammen, Quetschungen und Frakturen sind die Folge. Dies kann nur mit den speziell für Kinder entwickelten Gurtsystemen verhindert werden.

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Kindersitze

Eltern, die ihre Verantwortung ernst nehmen, denken zwei Mal nach, bevor sie neue Dinge für ihren Nachwuchs anschaffen. Das fängt beim Spielzeug an, welches natürlich pädagogisch wertvoll sein soll. Und die Überlegungen sollten auch nicht bei den Kindersitzen aufhören, da sie die Kinder im Auto sichern und vor Schaden bewahren sollten. Der Kauf eines Kindersitzes wird daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Klar, dass da einige Fragen bestehen, die sich junge Eltern vor dem Kauf eines Kindersitzes stellen.